Der Meditationsweg

Acht Tafeln säumen den Weg, der am Fuß der Kirche beginnt und hinauf zur Kapelle Saint-Bernard führt. Verfasst vom Lehrerteam der Organisation Emergences unter der Leitung von Ilios Kotsou, lädt jede Tafel dazu ein, eine Haltung der Achtsamkeit zu entdecken: Nicht-Urteilen, Geduld, Anfängergeist, Vertrauen, Akzeptanz, Dankbarkeit, Großzügigkeit und Freundlichkeit.

Wir haben uns dazu inspirieren lassen, an diesem Ort einen Meditationspfad anzulegen, weil er auf natürliche Weise zur Kontemplation einlädt – wie Sie selbst erleben werden. Voller Geschichte und Stille, ein Ort des Lebens und der inneren Einkehr, heißt Sie dieses Denkmal auf seinem meditativen Weg willkommen, der Zeit für eine gemeinsame Reise schenkt.

Was ist Achtsamkeit?

Die Achtsamkeitsmeditation lädt dazu ein, innezuhalten, wahrzunehmen und zu spüren, was in uns und um uns geschieht – um dann bewusster zu handeln, anstatt automatisch zu reagieren.
Ilios Kotsou sagt dazu:
Achtsam leben heißt, die Fähigkeit zu entwickeln, aus dem Autopilot auszusteigen und im eigenen Leben präsenter zu sein.

Warum meditieren?

Meditation hilft, Wege zu innerer Ruhe zu entdecken, das eigene Wohlbefinden zu stärken, sich selbst und andere besser kennenzulernen, sich wieder mit den eigenen Werten zu verbinden – und auf diese Weise achtsamer für sich selbst, andere und die Welt zu sorgen.

Praktische Hinweise

  • Der Meditationspfad ist ganzjährig geöffnet.

  • Der Zugang ist im Eintrittspreis der Abtei enthalten.

  • Wenn Sie regelmäßig praktizieren und zu verschiedenen Jahreszeiten zur Ruhe kommen möchten, empfehlen wir den Erwerb einer Jahreskarte.

  • Bitte beachten Sie: Der Weg ist nicht barrierefrei – er führt durch ein Gelände mit vielen Treppen.

  • Ein Begleitheft mit den Texten des Achtsamkeitspfads ist für 2 € erhältlich.

Der Kreuzgang

Der zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert errichtete Kreuzgang bildete das Zentrum des täglichen und spirituellen Lebens der Abtei. Umgeben von überdachten Galerien verband dieser Innenhof die verschiedenen Gebäude, die von der religiösen Gemeinschaft bewohnt wurden: die Kirche, der Mönchsflügel, das Refektorium und der Bereich der Konversen. In der Galerie entlang der Kirche standen Bänke zum Lesen. In der Nähe des Eingangs zum Refektorium befand sich ein Waschbecken (Lavatorium), das für die rituellen Waschungen der Ordensleute bestimmt war.

Die Kirche

Die Kirche ist das imposanteste Gebäude der Abtei (94 m lang, 23 m hoch und 40 m breit). Der Bau, zunächst im romanischen, später im gotischen Stil errichtet, wurde 1197 begonnen und um 1267 vollendet. Eine der Besonderheiten des Gebäudes ist die Verwendung von Oculi (runden Fenstern) in Kombination mit äußerst langgestreckten Fenstern, die den Chor zu einem einzigartigen Bauwerk machen. Die Schlichtheit der Linien und die Einfachheit der Dekoration sind charakteristisch für die zisterziensische Baukunst.